Dass der gebraucht gekaufte Neun-Sitzer-Bus, der mit einer Spende der Sparkasse in Höhe von 5000 Euro finanziert wurde, bei den Ringern des VfK Mühlenbach benötigt wird, war am Dienstagabend zu sehen. Denn kurz vor 18 Uhr wurden Kinder zum Training in der Gemeindehalle abgeliefert. Vorsitzender Matthias Ketterer freute sich über die Spende, die wie ein »Scheser im Lotto« für den Verein sei. Der alte Bus sei einem Unfall zum Opfer gefallen.
35 Kinder im Verein
Zudem informierte Ketterer Haslachs Sparkassen-Chef Bernd Jacobs und Geschäftsstellenleiterin Katrin Spathelf darüber, dass man angesichts der relativ wenigen Einwohner von Mühlenbach auch Angebote in Hausach und Elzach und so das Einzugsgebiet erweitert habe. Insgesamt seien nach einer schwächeren Phase derzeit rund 35 Kinder beim VfK Mühlenbach im Training.
Genutzt werden soll der Bus aber laut Ketterer nicht nur zum Abholen der Kinder zum Training, sondern beispielsweise auch um Lehrgänge zu besuchen oder zur Teilnahme an Stützpunktrainingsangeboten an verschiedenen Orten. »Durch das gemeinsame Fahren im Bus wird der Zusammenhalt gestärkt und man ist flexibler«, sagte Ketterer.
Er betonte auch, dass man zur Nachwuchsgewinnung bei einer Randsportart wie dem Ringen forsch herangehen und erfolgreich sein müsse. »Im Fernsehen sieht man ja immer nur, wie 22 Männer einem Ball hinterherlaufe«, sagte er.
Nicht nur »daddeln«
Dass ihr die Regeln des Ringens nicht bekannt sind, gestand Spathelf ein. »Beim zweiten Anschauen eines Wettkampfs versteht man das«, meinten aber die VfK-Vertreter. Bernd Jacobs bekommt früher oder später vielleicht Anschauungsunterricht zu Hause. Denn seinen vierjährigen Sohn will er beziehungsweise sein Frau mal beim Ringen reinschnuppern lassen.
Generell findet er es wichtig, dass Kinder und Jugendlichen nicht nur an »Daddel-Geräten« sitzen, sondern auch ihrer Gesundheit zuliebe Sport treiben. Gerade das Fahren zum Training sei aber für Eltern oft nur schwer zu organisieren. Durch die auf den Bus angebrachte Werbung, sei die Sparkasse zudem auf den Straßen präsent und man komme dem am Gemeinwohl orientierten Auftrag der Bank nach, so Jacobs.
Seitens des Vereins bedankte sich auch Armin Hansmann bei Jakobs. »Als Kassierer freut man sich über eine Spende besonders«, sagte er lachend. Viel gelacht und geredet wurde anschließend auch noch bei einem Umtrunk. Zu dem Jacobs und Spathelf sich gerne einladen ließen, um so mehr über den Verein zu erfahren.