Der Mühlenbacher Florian Neumaier darf die deutschen Farben bei den Ringer-Weltmeisterschaften 2014, die vom 8. bis 13. September im usbekischen Taschkent stattfinden, vertreten.
Usbekistan ist erstmals Austragungsort einer Weltmeisterschaft im Ringen. Neben Florian Neumaier, der in der Klasse bis 75 kg an den Start geht, erhielt aus Südbaden nur noch Oliver Hassler (98 kg) eine Einladung des DRB. Aber auch Neumaiers Mannschafts- und Sparringskollege Frank Stäbler - beide gehen in der 1. Bundesliga für den ASV Nendingen auf Punktejagd - wird den Mühlenbacher begleiten und ihn unterstützen. Stäbler als auch Neumaier bringen derzeit 74 kg auf die Matte, doch der Musberger muss noch acht Kilo abspecken, um bei der WM auf 66 kg an den Start gehen zu können.
Am Freitag war Florian Neumaier bei seinem Heimatverein VfK Mühlenbach im Training. Patrick Schwendemann will ihm noch den letzten Schliff verpassen, bevor es dann am Mittwoch in den Flieger nach Istanbul geht und von dort weiter nach Taschkent. Im letzten Jahr durfte der Mühlenbacher Ausnahme-Ringer erstmals WM-Luft - damals in Budapest - schnuppern. Leider kam schon nach dem ersten Fight das Aus. "In diesem Jahr lief meine Vorbereitung besser als 2013", zeigt sich Neumaier zuversichtlich und gibt als Ziel aus: "Ein Platz unter die Top-Ten wäre für mich super". VfK-Vorstand Matthias Ketterer packt da noch einen oben drauf: " Unser Florian blieb im letzten Jahr auf deutschen Matten unbesiegt, wurde deutscher Meister und in diesem Jahr unglücklich Vize. Der fünfte Platz beim Grand Prix von Dortmund und der zweite Platz in Polen lassen auf mehr hoffen, denn wenn unser Florian zum Auftakt den ersten und zweiten Fight gewinnen sollte, kann er ganz vorne landen". Neumaier selbst dämpfte die Erwartungen und meinte dazu nur: "Eine Medaille wäre eine Sensation".
Erschwerend zur "Gold-, Silber- oder Bronzemission kommen die Unwägbarkeiten hinzu, die der Austragungsort mit sich bringt. „Zuletzt hatte es in Taschkent 38 Grad, dazu gibt es eine extrem hohe Luftfeuchtigkeit. Anstrengend wird es in Usbekistan, also für Körper und Geist. Es wird neben der Muskelkraft auch reine Kopfsache, die eine hohe Konzentration erfordert. Für Florian Neumaier bedeutet dies, nicht gleich voll powern, sondern geduldig auf die erste Möglichkeit für einen Punkt warten. Dann den Sack durch Konter zumachen, weil der Gegner kommen muss.
