In der mit über 400 Zuschauern gefüllten Gemeindehalle fand am Samstagabend das ewig junge Lokalderby gegen den KSV Hofstetten statt. Von der ersten Sekunde an war es ein hochklassiges Derby, jeder Ringer kämpfte auf der Matte um jeden einzelnen Punkt.
Zu Beginn hatte Steffen Armbruster seinen Gegner bis auf wenige unachtsame Momente stets im Griff. Nach sechs Minuten stand der verdiente 3:0 Punkstsieg fest. Im Schwergewicht konnte Andreas Ringwald seinen Sieg aus dem letzten Jahr nicht wiederholen und musste nach großem Kampf seinem Gegner zwei Mannschaftspunkte überlassen. Mehr erhofft hatten sich die VfK-Fans von Leichtgewichtler Simon Volk. Gegen den großgewachsenen und sehr beweglichen Luca Megerle konnte er zu selten eigene Aktionen starten und musste dem Hofstetter einen 3:0 Punktsieg überlassen. Wie gewohnt maschierte danach VfK-Trainer Patrick Schwendemann von der ersten Minute an vorwärts und hatte nach etwas weniger als vier Minuten seinen Gegner mir technischer Überlegenheit vorzeitig zum Duschen geschickt. Im letzten Kampf vor der Pause zeigte Michael Wettlin vorallem in den zweiten drei Minuten eine starke Leistung und konnte einen 3:0 Punktsieg einfahren.
Nach der Pause gab zwischen Mario Eble und Fabian Hofer einen taktisch geprägten Kampf, welcher der Gästeringer mit 6:3 Punkten für sich entscheiden konnte. Im Anschluss daran konnte Christoph Walter die technische Überlegenheit seines Gegners nicht verhindern. Als danach Alexander Müller gegen seinen Dauerrivalen Julian Neumaier weitere vier Mannschaftspunkte abgeben musste, schien der KSV Hofstetten vorzeitig auf die Siegerstraße einzubiegen. Doch es kam wie so oft in Lokalderbys anders. Im vorletzten Kampf stand die Mühlenbacher Kampfmaschine Paul Vollmer schon kurz vor dem Schultersieg. Kurz zuvor pfiff ihn jedoch der nicht immer souverän wirkende Kampfrichter wegen eines angeblichen Fouls zurück. Mit einer Vier-Punkte-Wertung in den letzten Sekunden stellte er den hochverdienten 3:0 Punktsieg sicher. Nun kam es zum alles entscheidenden letzten Kampf zwischen dem letztjährigen Mühlenbacher Derby-Helden Bernd Burger und dem Hofstetter Florian Wölfle. In einem an Spannung und Dramatik kaum zu überbietenden Kampf führte der Heimringer bis eine Minute vor Schluss mit 4:1, was zum Unentschieden gereicht hätte. Als der Hofstette Ringer zehn Sekunden vor Schluss zum 4:4 ausgeglichen hatte, fanden sich im Mühlenbacher Lager die meisten schon mit der Niederlage ab. Doch sie rechneten nicht damit das Bernd Burger nochmal alles auf eine Karte setzt und mit der letzten Aktion das Ruder nochmal rumgerissen hat und so den zur Punkteteilung nötigen 2:0 Punktsieg einfuhr. Nach dem Gong gab es auf der Mühlenbacher Seite grenzenlosen Jubel, denn das Remis fühlte sich aufgrund der Ereignisse der letzten Sekunden wie ein Sieg an.
Mit nun 21:11 Punkten steht der VfK Mühlenbach weiterhin auf Platz 3 der Oberliga-Tabelle. Bereits nächste Woche "reist" der VfK nach Haslach zum nächsten Lokalderby.