Der VfK Mühlenbach feierte am Sonntag mit seinen Mitgliedern das 30-jährige Vereinsjubiläum in der Gemeindehalle. Die musikalische Umrahmung übernahm die Bauernkapelle Mühlenbach, die nicht nur zum Frühschoppenkonzert aufspielten, sondern auch beim Mittagessen und bei Kaffee und Kuchen die vielen Festbesucher mit Walzern und Polkas erfreuten.
In der Festrede von VfK-Vorstand Matthias Ketterer wurde deutlich, was der Verein für Kraftsport alles leistet. Nicht nur Ringen in allen Facetten stand dabei im Vordergrund, nein auch das soziale Engagement, für das sich der Verein einsetzt, wurde in Bild und Ton via Powerpoint-Präsentation präsentiert. Ob Alteisensammlung, das Waldputzen, die attraktiven Ausflüge als Belohnung für das viele "Schinden", alles sind Bestandteile im festen Terminkalender des VfK. Und während Matthias Ketterer seine Festrede hielt, lief im Hintergrund auf einer großen Leinwand die Geschichte des VfK ab.
Vor 30 Jahren trafen sich nämlich die Initiatoren am 15.04.1983: auf dem Flachenberg, um die Satzung und den Ablauf der Gründungsversammlung auszuarbeiten. Im Gasthaus Mühle (damalige Vereinsgaststätte) fand dann die erste Vorstandssitzung statt. Für den Posten des ersten Vorsitzenden konnte Horst Keller gewonnen werden. Er leitete zusammen mit Edmund Kasper, Paul Uhl, Ernst Neumaier, Karl Burger, Paul Armbruster, Michael Neumaier und Klaus Armbruster zunächst die Geschicke des Vereins.
Am 10.05.1983 trafen sich die Aktiven zu einem ersten Trainingskampf gegen die Metzgerei Winterhalter, um die Abläufe im Wettbewerb üben zu können. Den ersten Freundschaftskampf bestritt der VfK dann in Reichenbach bei Lahr gegen die dortige zweite Mannschaft. Die denkbar knappe Niederlage mit 15,5:16,0 ließ auf mehr hoffen. Im Juli 1983 wurde Boris Dimovski dann erster Trainer beim VfK, womit die Erfolgsgeschichte begann. In der Kreisliga gestartet, stieg der VfK über die Bezirksliga, Landesliga und Verbandsliga 1994 in die Ringer-Oberliga auf und lieferte sich schon damals heiße Duelle mit dem KSV Hofstetten und dem KSV Haslach. Als Mühlenbach im Jahr 1995 erstmals den KSV Hofstetten in einem Mannschaftskampf besiegen konnte, musste man die Ringer-Geschichte neu schreiben, denn zwei Jahre später stieg der VfK als Vizemeister der Ringer-Oberliga in die Regionalliga auf. Doch die Erfolgsstory ist damit noch nicht zuende. Als Gründer des Damenländerpokal im Jahr 2001, Gründer des Viertäler-Cup und Gastgeber einen Deutschen Meisterschaft wurde der VfK im Jahr 2003 Vizemeister in der Ringer-Regionalliga. In diesem Jahr konnte Mühlenbach auch erstmals den KSV Haslach – der immerhin DM-Dritter war – schlagen. Im Jahr 2008 qualifizierte sich der VfK zum fünften Mal für eine Deutsche Mannschaftsmeisterschaft. DM-Silber war dabei der größte Erfolg. In all den Jahren konnten insgesamt zwölf Deutsche Meistertitel gefeiert werden. Zwanzig verschiedene Ringer bzw. Ringerinnen gewannen für den VfK Mühlenbach auf Deutschen Einzelmeisterschaften insgesamt knapp 60 DM-Medaillen. "Wir sind stolz auf unseren Verein und werden weiterhin hart arbeiten, damit dies immer so bleibt", bekräftigte Matthias Ketterer.
Mühlenbachs Bürgermeister Karl Burger stellte fest, dass der Sport viele Gesichter hat. Ein strahlendes, wenn der Erfolg sich einstellt und ein "verdecktes", wenn Fleiß und Anstrengung nicht zum gewünschten Ergebnis führen. Burger lobte ausdrücklich das Engagement des VfK – immerhin gehörte er zu den Gründungsmitgliedern und weiß wovon er sprach – und verband mit dem VfK eine herausragende Jugendarbeit. Gerade diese soziale Komponente schätzt der Mühlenbacher Bürgermeister, weil damit den Jugendlichen die Möglichkeit gegeben wird, sich zu entwickeln. "Der VfK fördert damit die Lebensqualität am Ort, bewahrt Tradition und schafft kameradschaftliche Ideale", so Karl Burger, der mit Respekt und Bewunderung auf die 30-jährige Geschichte blickte.

Die Verantwortlichen des VfK, die repräsentativ für 30 erfolgreiche Jahre stehen v.l.n.r.:Vorstandsmitglied Paul Vollmer, Bürgermeister Karl Burger, Ex-Vorstand Armin Hansmann, Mannschaftsführer Markus Burger, Schriftführerin Janine Vollmer, die Vorstandsmitglieder Georg Vollmer, Stefan Becherer, Elfriede Volk, Vorstand Matthias Ketterer, Andrea Neumaier, Klaus Armbruster und Maurus Maier