Das Kinzigtal-Derby der Ringeroberliga zwischen dem KSV Hofstetten und dem VfK Mühlenbach ging am Samstagabend vor 650 begeisterten Zuschauern mit 21:16 an die Zehn von Mario Allgaier und Roland Frank.
Damit wurde der Oberliga-Vizemeister des letzten Jahres zwar seiner Favoritenrolle gerecht, doch ein einziger Fight hätte die Partie jederzeit kippen können.
Nach der neuen Regel kann man nämlich mit acht knappen Punkt-Niederlagen und zwei Schultersiegen sogar ein Unentschieden holen, was die Sache natürlich ungemein spannend macht. Ein Vierer ist deswegen nur noch durch einem Vierer auszugleichen. Und diesen ersten KSV-Big-Point holte Manuel Krämer für sein Team gegen Marco Neumaier. Doch wer geglaubt hatte, dass Markus J. Neumaier gegen VfK-Coach Patrick-Schwendemann den Ausgleich verhindern könnte, wurde enttäuscht, denn der Mühlenbacher Ex-Erstligaringer macht Dampf von Anfang an und siegte überlegen mit 14:2 Punkten. Damit ging alles wieder von neuem los. Es sollten nun die beiden entscheidenden Kämpfe dieses Derbys folgen. Mühlenbachs Simon Volk war leicht favorisiert gegen Michael Dold. Doch der Hofstetter machte einen Primakampf und gewann mit 3:1 Punkten. Anschließend war auch VfK-Rückkehrer Andreas Ringwald gegen Dominik Volk favorisiert, zumal Freistil angesagt war. Ringwald biss sich an Volk die Zähne aus, kam kaum mit seinen Angriffen durch, sodass der Hofstetter verdienter Sieger blieb. Doch die beiden knappen 2:1-Punkterfolge brachten den KSV noch nicht richtig auf die Siegerstraße. Dies schaffte erst Tobias Ringwald mit seinem Schultersieg über Christoph Walter. Mit 12:6 für den KSV Hofstetten ging es in die Pause. Fabian Hofer baute in einem verbissenen Fight mit Alexander Müller den KSV-Vorsprung noch weiter aus, sodass Hofstetten den Überlegenheitssieg des Moldaviers Vladimir Zaporojan gegen Stefan Krämer locker verkraften konnte. 15:11 stand es vor den letzten drei Duellen für Hofstetten, und Mario Allgaier hatte immer noch zwei heiße Eisen im Feuer. Robin Ketterer beherrschte anschließend Mario Eble zu Null, und auch Markus Neumaier ließ sich von Bernd Burger nicht überraschen. So stand der Hofstetter Sieg schon nach neun Kämpfen fest. Das letzte Duell ging wieder an den VfK durch Paul Vollmer, doch letztendlich bedeutete dies nur noch Ergebniskosmetik.
Während Mario Allgaier für seinen KSV Hofstetten personell aus dem Vollen schöpfen konnte und mit der besten Aufstellung antrat, musste der VfK Mühlenbach Matthias Wettlin ersetzen, der eigentlich gegen Tobias Ringwald hätte antreten sollen. Wettlin war beruflich verhindert, wodurch der VfK ein Handicap zu tragen hatte. Dem KSV war es egal, letztendlich zählt nur der Sieg, und auch für Derbysiege gibt es nur zwei Zähler.
Die Kämpfe:
F 55: Manuel Krämer - Marco Neumaier 4:0 TÜ
G 60: Michael Dold - Simon Volk 2:1 PS 3:1
F 66: Tobias Ringwald - Christoph Walter 4:0 SS 7:0
G 66: Stefan Krämer - Vladimir Zaporojan 0:4 TÜ 0:12
F 74: Markus Neumaier - Bernd Burger 3:1 PS 8:1
G 74: Florian Wölfle - Paul Vollmer 0:4 TÜ 0:12
F 84: Robin Ketterer - Mario Eble 3:0 PS 5:0
G 84: Fabian Hofer - Alexander Müller 3:1 PS 10:4
F 96: Dominic Volk - Andreas Ringwald 2:1 PS 5:2
G 120: Markus J. Neumaier - Patrick Schwendemann 0:4 TÜ 2:14
Auch die Reservemannschaft verlor ihren Kampf gegen die Hofstetter Dritte mit 13:18. Die Punkte für den VfK holten: Christof Hoch (2:1 PS),Tobias Neumaier (4:0 TüPS), Joshua Neumaier (4:0 SS) und Stefan Becherer (3:1 PS).